

Gillette Lilienthal – Zwischen Neonfarben und leisen Portraits
Schon früh stand für Gillette Lilienthal fest, dass sie Künstlerin werden würde. Was wie ein kindlicher Traum begann, entwickelte sich zu einer klaren Berufung. Mit Ausdauer und Leidenschaft blieb sie ihrem Weg treu – auch in Zeiten, in denen viele andere aufgaben. Diese Konsequenz prägt ihre Kunst bis heute: unverwechselbar, kraftvoll und von einer besonderen Handschrift getragen.
Seit 1999 arbeitet Lilienthal selbstständig, leitete über zehn Jahre lang eine eigene Malschule und vermittelte dort Kindern und Erwachsenen ihre Begeisterung für die Malerei. Auftragsarbeiten waren lange ihr Fundament, doch der Wunsch nach künstlerischer Freiheit ließ sie neue Wege gehen. Heute ist ihre Malerei ein bewusstes Loslassen – ein Raum, in dem sie sich jenseits äußerer Erwartungen ganz ihrer eigenen Ausdruckskraft widmet.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich das in ihren aktuellen Portraits: Gesichter in Schwarzweiß, die vor neonfarbenen Hintergründen leuchten – oft in Orange- oder Pinktönen. Lilienthal selbst beschreibt diese Werke als „introvertierten Aufschrei“. Sie verbinden stille Intensität mit greller Präsenz und schaffen so eine Spannung, die den Blick fesselt. Häufig porträtiert sie Musikerinnen und Musiker – ein Thema, das für sie persönlich von großer Bedeutung ist, da Musik ihr längst zum inneren Tanz geworden ist.
Mit ihrer kommenden Ausstellung in Hamburg öffnet Gillette Lilienthal ein neues Kapitel. Ihre Bilder fordern auf, genauer hinzusehen: Sie sind laut und leise zugleich, radikal farbig und doch zutiefst menschlich. Wer ihre Kunst erlebt, spürt nicht nur die Energie der Farben, sondern auch die stille Tiefe hinter den Gesichtern.

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