Künstler:in
Thorsten Poersch
Thorsten Poersch, auch bekannt als Thorsten Art Poersch, ist ein zeitgenössischer Künstler aus Deutschland. Seine Arbeiten entstehen in vielschichtigen Materialprozessen und beziehen sich auf Oberflächen, die an Landschaften, Gebirge, Mauern und Spuren von Verwitterung erinnern.
Thorsten Poersch arbeitet im Feld der abstrakten, materialbetonten Malerei. Seine Bilder sind häufig großformatig angelegt und verbinden kräftige Farben mit einer dynamischen, vielschichtigen Oberflächenbearbeitung. Dabei entstehen Bildräume, die Assoziationen an Bergwelten, Landschaften sowie an gealterte Mauern mit Rissen, Löchern und abgeblättertem Verputz hervorrufen.
Für Poersch ist das Thema Archaik ein wiederkehrender Bezugspunkt. Seine Arbeiten greifen natürliche Prozesse auf, etwa Verwitterung, Verkalkung und Vermoosung. Löcher, Riefen und Schichtungen werden dabei zu Elementen einer Bildsprache, die materielle Veränderung und Vergänglichkeit sichtbar macht. Die Oberflächen entwickeln sich Schicht für Schicht; nach eigener Aussage können dabei fünf oder sechs Lagen übereinander entstehen.
Als Inspirationsquellen nennt der Künstler Naturereignisse, Formen in der Natur, Stimmungen in den Bergen und verlassene Orte. Auch stillgelegte Zechen, leere Hallen sowie rostiger Stahl und Beton aus dem Ruhrgebiet gehören zu den Eindrücken, die seine Arbeit geprägt haben. Diese Beobachtungen überführt er nicht als gegenständliche Darstellung, sondern in abstrakte, an Material und Struktur orientierte Bildformen.
Poersch studierte 1999 Kunst und Kunsttherapie in Bochum sowie 2002 Malerei an der Universität Dortmund. Während seines Kunststudiums lernte er in Düsseldorf Prof. Wilfried Polke kennen. Nach eigenen Angaben förderte Polke seinen abstrakten Ausdruck und ernannte ihn zum Meisterschüler. Poersch beschreibt Polkes Beschäftigung mit dem Archaischen als wichtigen Einfluss auf seine eigene künstlerische Entwicklung; auch der Tachismus von Emil Schumacher wird in diesem Zusammenhang als Bezug genannt.
In seiner Arbeit verwendet Poersch verschiedene Materialien, darunter Acryl, Pigmente und Erdfarben. Im Interview nennt er außerdem Kohle, Asche, Sand und Gips. Die Materialien dienen ihm dazu, Oberflächen zu entwickeln, die an Steinwände, geologische Formationen oder gealterte Architektur erinnern können. Farbe ist dabei nicht nur ein gestalterisches Mittel, sondern Teil des Bildaufbaus und seiner räumlichen Wirkung.
Poersch arbeitet in Serien, die nach vorliegenden Angaben meist vier bis sechs Arbeiten umfassen. Neben den Materialbildern berichtete er von Porträts, die er selbst erarbeitet und mittels eines Druckverfahrens auf seine Oberflächen aufbringt. Seine künstlerische Haltung verbindet die Auseinandersetzung mit Material, Zeit und Veränderung mit einem Angebot zur verlangsamten Betrachtung: Bilder sollen Raum für Aufmerksamkeit, Erinnerungen und eigene Gedanken schaffen.
Thorsten Poersch entwickelt abstrakte Materialbilder, in denen Schichtung, Struktur und die sichtbaren Spuren von Bearbeitung zentrale Rollen spielen. Inhaltlich kreisen seine Arbeiten um Natur, Archaik und Vergänglichkeit. Anstelle einer eindeutigen Darstellung entstehen Oberflächen, die Erinnerungen an Stein, Landschaft, Architektur und verwitterte Materialien aufrufen.
Poersch arbeitet mit verschiedenen Materialien. Genannt werden Acryl, Pigmente, Erdfarben, Kohle, Asche, Sand und Gips. Charakteristisch ist die mehrlagige Bearbeitung der Bildoberfläche: Risse, Löcher, Riefen und unterschiedliche Materialspuren werden schichtweise aufgebaut. Für neuere Porträtarbeiten beschreibt der Künstler zudem ein Druckverfahren, mit dem er Motive auf Oberflächen aufträgt.
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