Ursula van Wilgenburg

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Ursula van Wilgenburg

Ursula van Wilgenburg ist eine autodidaktische Künstlerin aus Estorf nahe Nienburg/Weser. In ihrer Malerei untersucht sie Spannungen zwischen Ordnung und Aufbruch, Kontrolle und Freiheit sowie Struktur und Auflösung.

Die Arbeiten von Ursula van Wilgenburg entstehen im Spannungsfeld gegensätzlicher Kräfte. Ordnung und Aufbruch, Ruhe und Unruhe, Kontrolle und Freiheit stehen dabei nicht als feste Pole nebeneinander, sondern treten innerhalb eines Bildes in Beziehung. Die Künstlerin interessiert sich für Momente, in denen sich Gewohntes verschiebt und aus Brüchen, Unsicherheit oder innerer Bewegung neue Klarheit entwickeln kann.

Van Wilgenburg, Jahrgang 1959, lebt und arbeitet in Estorf nahe Nienburg/Weser. Sie arbeitet autodidaktisch und beschreibt ihren künstlerischen Weg als unabhängig von klassischen Vorgaben. Der Impuls, Kunst zu schaffen, begleitet sie nach eigenen Angaben seit vielen Jahren. Zunächst fand ihre schöpferische Energie in beruflichen Projekten und im privaten Umfeld Ausdruck, bevor die Malerei zum konsequenten Schwerpunkt ihrer Arbeit wurde.

Ihre Bildsprache verbindet präzise gesetzte Linien mit fließenden Farbräumen. Klar angelegte Kompositionen treffen auf experimentelle Eingriffe und Prozesse der Auflösung. Acrylmalerei bildet dabei die Grundlage einer vielschichtigen Arbeitsweise, die durch Oberflächenbearbeitung und feine Eingriffe ergänzt wird. Schichten, Übermalungen und Veränderungen im Arbeitsprozess lassen Bildräume entstehen, in denen Tiefe und fragile Übergänge sichtbar werden.

Der Entstehungsprozess ist für die Künstlerin von Intuition und Konzentration gleichermaßen geprägt. Sie arbeitet Schicht für Schicht, verwirft Ansätze, übermalt und beginnt gegebenenfalls neu. Diese Offenheit für Veränderung versteht sie nicht als Verlust von Kontrolle, sondern als Teil der künstlerischen Arbeit. Unsicherheit wird dabei zu einem Zustand, in dem sich neue Formen und Richtungen entwickeln können.

Inhaltlich bewegen sich die Werke zwischen persönlichen Empfindungen, Erinnerungsfragmenten und inneren Bewegungen. Zugleich benennt die Künstlerin emotionale und gesellschaftliche Spannungsfelder als Bezugspunkt ihrer Bildwelt. Die Arbeiten formulieren keine eindeutigen Erzählungen, sondern lassen Raum für individuelle Wahrnehmung und Assoziation. Van Wilgenburg versteht Kunst als Haltung, die dazu einlädt, hinzusehen, Reibung auszuhalten und Veränderung als Entwicklung zu begreifen.

Mehrere Einzelausstellungen erreichten laut den vorliegenden Angaben in den vergangenen Jahren ein interessiertes Publikum; zudem fanden zahlreiche Werke Käuferinnen und Käufer. Für 2026 sind zwei weitere Einzelausstellungen mit Kunstgalerien geplant. Angaben zu Orten, Terminen und beteiligten Galerien liegen nicht vor.

Ursula van Wilgenburg entwickelt eine abstrakte, prozessorientierte Malerei, in der Gegensätze nicht aufgelöst, sondern als produktive Spannung sichtbar gehalten werden. Im Zentrum stehen Übergänge zwischen Struktur und Chaos, Präzision und Intuition sowie Kontrolle und Veränderung. Ihre Arbeiten entstehen aus der Verbindung klarer kompositorischer Setzungen mit experimentellen Eingriffen und offenen Arbeitsprozessen.

Die Künstlerin arbeitet mit Acrylmalerei und experimentellen Verfahren. Ihre Technik umfasst präzise Oberflächenbearbeitung, feine Eingriffe sowie einen schichtweisen Prozess aus Übermalen, Verwerfen und Neubeginnen. Linien, Farbräume und bearbeitete Oberflächen bilden dabei zentrale Elemente ihrer Bildsprache.

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